Aufgaben

Die Aufgabe ist die kleinste Einheit in DinkyTask: eine konkrete Sache, die das Kind erledigt und belegt. Wähle den Typ nicht nach Schulfach, sondern danach, wie das Kind zeigen kann, dass es erledigt ist.

Die sechs Aufgabentypen im Dialog zum Hinzufügen einer Aufgabe: Quiz, Lesen, Routine, Foto-Beweis, Video, Zuordnung
Diese sechs Typen stehen beim Hinzufügen einer Aufgabe zur Auswahl.

Die sechs Aufgabentypen

⭐ Quiz

Ein Fragenkatalog mit Antwortmöglichkeiten, den die App automatisch auswertet. Du schreibst die Fragen und Optionen und markierst die richtige. Zu jeder Frage kannst du eine Erklärung hinterlegen, die das Kind nach einer falschen Antwort sieht – so ist das Quiz nicht nur Abfrage, sondern auch Lernen.

Was du einstellen kannst: wie viele Fragen pro Versuch gestellt werden (10 aus einem Pool von 20 ergibt jedes Mal einen anderen Durchlauf), ob Fragen und Antworten gemischt werden und ob die Erklärungen erscheinen.

Beispiel

„Antikes Rom – vor der Arbeit“ · 20 Fragen im Pool, 10 pro Versuch · gemischt · 3 Versuche · 70 % Schwelle · ⭐ 5

Das Kind hat drei Anläufe und bekommt jedes Mal andere Fragen. Als Übung ist das deutlich mehr wert, als einmal dieselbe Liste durchzuklicken.

🔗 Zuordnung

Elemente links mit Elementen rechts verbinden: Wort–Bedeutung, Jahreszahl–Ereignis, Begriff–Definition, englisches Wort–Übersetzung. Wird genauso automatisch ausgewertet wie ein Quiz.

Was du einstellen kannst: wie viele Paare pro Runde, ob die beiden Spalten gemischt werden und ob falsche Paare am Rundenende erneut versucht werden müssen.

Beispiel

„Englische Vokabeln – Lektion 5“ · 24 Paare im Pool, 8 pro Runde · falsche Paare wiederholen aktiv · ⭐ 3

„Falsche Paare wiederholen“ heißt: Was falsch war, kommt am Rundenende noch einmal. Beim Vokabellernen ist das die Einstellung, die am besten funktioniert.

📖 Lesen

Du gibst einen Text vor, das Kind liest ihn laut vor, die App nimmt es auf. Das ist einer der Typen, bei denen standardmäßig eine KI-Überprüfung läuft: Die Aufnahme wird in Text umgewandelt und mit dem Original verglichen. Du kannst natürlich auf elterliche Überprüfung umstellen, wenn du lieber selbst zuhörst.

Was du einstellen kannst: den vorzulesenden Text (mindestens 100 Zeichen) und optional eine Mindestdauer der Aufnahme, damit nicht durchgehetzt wird.

Beispiel

„Lautes Lesen – 10 Minuten“ · der heutige Abschnitt der Lektüre · mindestens 3 Minuten Aufnahme · Bonusaufgabe · 💎 2

Bei Leseanfängern lieber mit kürzerem Text starten und auf elterliche Überprüfung stellen: In den ersten Wochen ist persönliches Feedback mehr wert als eine Prozentzahl.

📷 Foto-Beweis

Das Kind belegt mit einem Foto, dass etwas fertig ist. Das ist der universellste Typ: Er passt für alles, was in der physischen Welt passiert – fertige Hausaufgabe, aufgeräumtes Zimmer, gedeckter Tisch, gegossene Pflanzen.

Was du einstellen kannst: was genau zu fotografieren ist, wie viele Fotos nötig sind (standardmäßig 1, höchstens 3) und ob eine kurze Notiz dazugehört.

Beispiel

„Zimmer aufräumen“ · Beschreibung: „Fotografiere dein Zimmer, nachdem du die Spielsachen weggeräumt und die Bücher ins Regal gestellt hast.“ · 1 Foto · elterliche Überprüfung · ⭐ 3

Die Beschreibung sollte konkret sein. „Räum auf“ ist zu weit gefasst; „Spielsachen in die Kiste, Bücher ins Regal“ sorgt dafür, dass ihr beide dasselbe unter fertig versteht.

🎬 Video

Du gibst ein YouTube-Video vor, das sich das Kind ansehen soll. Die App verfolgt, wie viel davon gesehen wurde, und akzeptiert es, sobald der eingestellte Anteil erreicht ist (standardmäßig 90 %). So kommt auch „schau dir diesen Film an“ nachprüfbar in den Tagesplan.

Was du einstellen kannst: den Video-Link und den Anteil, der gesehen werden muss.

Beispiel

„Wie funktioniert der Wasserkreislauf?“ · ein 6-minütiger Erklärfilm · 90 % gesehen · ⭐ 2

Lässt sich gut kombinieren: Setz nach dem Video ein Quiz mit 5 Fragen zum selben Thema. Dann bleibt das Anschauen nicht bloß Hintergrundgeräusch.

🔁 Routine

Der einfachste Typ: eine klare Tätigkeit, die das Kind abhakt. Keine Fragen, keine Aufnahme – es geht um Wiederholung und darum, eine Tagesroutine aufzubauen.

Was du einstellen kannst: die genaue Anweisung (genau das sieht das Kind) und ob eine kurze Notiz verlangt wird.

Beispiel

„Bettenmachen und Morgenroutine“ · Beschreibung: „Mach dein Bett, zieh die Rollos hoch und räum den Schlafanzug weg.“ · ⭐ 3

Bei Routinen zählt Beständigkeit mehr als die Punktzahl. Wenn es jeden Morgen dieselben drei Schritte sind, wird daraus in zwei Wochen wirklich Routine.

Wer überprüft: die App oder du?

Bei jeder Aufgabe wählst du den Überprüfungsmodus.

  • Automatische Überprüfung – die App entscheidet. Bei Quiz und Zuordnung ist das ein einfacher Abgleich; bei Lesen und Foto-Aufgaben eine KI-Analyse, die KI-Kredit verbraucht. Gut, wenn schnelles Feedback gefragt ist und die richtige Antwort eindeutig ist.
  • Elterliche Überprüfung – die Einreichung wartet auf dich, und du gibst sie frei, lehnst sie ab oder ergänzt Feedback. Gut, wenn Qualität, Umstände oder ein echter Beleg zählen. Verbraucht keinen KI-Kredit.

Wenn du eine Einreichung ablehnst, kann das Kind es erneut versuchen – solange Versuche übrig sind. Eine Ablehnung ist also keine Strafe, sondern eine weitere Feedback-Runde.

Pflicht oder Bonus?

Auswahl zwischen Pflicht- und Bonusaufgabe im Dialog zum Hinzufügen einer Aufgabe
Die Kategorie entscheidet, ob die Aufgabe in Sternen oder Diamanten zahlt.
  • Pflichtaufgabe – zählt für den Abschluss des Tagesplans und zahlt bei Freigabe genau die eingestellten ⭐ Sterne.
  • Bonusaufgabe – blockiert den Abschluss nicht, zahlt bei Freigabe aber genau die eingestellten 💎 Diamanten.

Bonusaufgaben sind dein bestes Mittel, um Schnellen etwas zu geben, ohne das Tagesminimum anzuheben. Es lohnt sich, in jeden Plan mindestens eine aufzunehmen.

Gemeinsame Einstellungen

Unabhängig vom Typ kannst du bei jeder Aufgabe festlegen:

EinstellungWirkungStandard
VersucheWie oft das Kind es versuchen darf, bevor die Aufgabe endgültig schließt.3
BestehensschwelleBei automatischer Überprüfung: ab welchem Prozentsatz es als bestanden gilt.70 %
BelohnungWie viele ⭐ oder 💎 die freigegebene Aufgabe zahlt.du legst es fest
KategoriePflicht oder Bonus.Pflicht
SymbolEin kleines Bild, damit das Kind die Aufgabe auf einen Blick erkennt.optional

Aufgaben aus Lernmaterial

In der Lernmaterial-Bibliothek verwaltest du das, was das Kind tatsächlich lernen muss. Du kannst es tippen, einfügen, aus einer PDF importieren oder einfach Heft und Schulbuch abfotografieren – die App erkennt den Text darin.

Aus aufbereitetem Material kannst du dann von einer Stelle aus starten:

  • eine kurze und eine ausführliche Zusammenfassung,
  • einen kategorisierten Fragenpool, aus dem eine Quiz-Aufgabe wird,
  • einen eigenständigen Übungsmodus,
  • ein KI-Hausaufgabenhelfer-Thema für die schwierigen Teile,
  • Audio zum Anhören, falls Hören besser funktioniert.
Die Lernmaterial-Bibliothek mit zwei aufbereiteten Materialien
Die Lernmaterial-Bibliothek. Bei jedem Material stehen Fach, Klassenstufe und Quelle (Foto/OCR oder KI-generiert).

Üben aus Lernmaterial

Ausführlich steht das auf der Seite Lernmaterialien. Kurz gesagt: Der Übungsmodus unterscheidet sich vom Quiz dadurch, dass er nicht Teil des Tagesplans ist: Das Kind übt, wenn es Lust hat. Die Fragen kommen einzeln, der Fortschritt wird gespeichert (übersteht also ein Neuladen), und das Ergebnis erscheint erst am Ende. Du kannst eine Belohnung daran knüpfen und pro Kind steuern, ob es dazu eine Erinnerung bekommt.

Wobei die KI hilft

Mit verfügbarem KI-Kredit musst du nicht alles von Hand eintippen: Die App kann Quiz und Zuordnungen erzeugen, Lesetexte schreiben, Lernmaterial aufbereiten und zusammenfassen, Fragen aus vorhandenem Material bauen und Text aus Fotos erkennen. Erzeugte Inhalte siehst du vor dem Speichern immer und kannst sie bearbeiten – die prüfende Rolle bleibt bei dir. Die Kreditkosten je Vorgang findest du auf der Seite KI und Kreditkontingent.

Praktische Tipps

  • Fang klein an. Zwei bis drei Aufgaben pro Tag reichen am Anfang völlig. Später aufstocken ist leichter als wegnehmen.
  • Misch die Typen. Eine Lernaufgabe, eine Routine und eine Bonusaufgabe ergeben einen besseren Rhythmus als drei Quiz hintereinander.
  • Schreib konkrete Anweisungen. Das Kind sieht genau das, was du eintippst – ist es eindeutig, gibt es bei der Freigabe deutlich weniger Diskussion.
  • Halte die Belohnung verhältnismäßig. Zahlt die schwere Aufgabe so viel wie die leichte, fängt das Kind immer mit der leichten an.
  • Nutze Vorlagen. Wenn eure Wochentage ähnlich sind, kopiere einen früheren Tagesplan auf ein anderes Datum und ändere nur den Unterschied.