KI-Hausaufgabenhelfer
Der KI-Hausaufgabenhelfer (in der App KI-Lernhelfer) unterstützt das Kind beim Lernen, während die Eltern Kontrolle und Einblick behalten. Es ist kein allgemeiner Chatbot, sondern ein enger, an ein Thema gebundener Helfer.
Der entscheidende Unterschied
In DinkyTask gibt es keinen freien Chat. Das Kind kann eine KI nicht „irgendwas“ fragen. Es kann nur innerhalb geführter Themen fragen, die die Eltern angelegt haben – und schweift es ab, lenkt die KI zurück: „Das gehört nicht zu diesem Thema.“
Genau diese Einschränkung ist der Kern. Die KI wird so nicht zur unkontrollierbaren Blackbox in der Hosentasche, sondern zur Nachhilfe in genau einem festgelegten Thema – die du hinterher nachlesen kannst.
Wie legst du ein Thema an?
- Öffne die Seite Familie und wähle im ⋮-Menü neben dem Namen des Kindes den Punkt KI-Lernhelfer.
- Drücke auf Neues Thema.
- Gib den Namen des Themas an – den sieht das Kind in der Liste.
- Schreib die Startanweisung für die KI: was sie tun soll, in welcher Tiefe, worauf sie achten soll.
- Wähle ein Quellenmaterial – oder lass es ohne Quelle.
- Entscheide, ob du Allgemeinwissen erlaubst.
Danach öffnet das Kind das Thema auf seinem eigenen Bildschirm und fragt dort. Es kann innerhalb des Themas auch ein Foto schicken – zum Beispiel sein Heft, wenn es an einer konkreten Aufgabe hängt.
Beispiel: Referat
Themenname: „Referat – die Olympischen Spiele 2000 in Sydney“
Startanweisung: „Hilf Lili, ein einseitiges Referat über die Olympischen Spiele 2000 in Sydney zu erstellen. Schreib den Text nicht für sie: Stell Rückfragen, gib Gliederungspunkte und schlag Quellen vor. Wenn sie etwas nicht weiß, erklär es einfach.“
So bekommt das Kind keinen fertigen Aufsatz, sondern eine Anleitung – und du siehst am Ende, worüber es nachgedacht hat.
Beispiel: schwierige Lektion
Themenname: „Brüche dividieren – klappt nicht“
Startanweisung: „Erklär einer Elfjährigen, wie man Brüche dividiert. Zeig immer ein Beispiel und gib ihr dann ein ähnliches, das sie selbst lösen soll. Mach ihre Hausaufgabe nicht für sie.“
Quelle: ein Foto der Schulbuchseite.
Was kann als Quellenmaterial dienen?
- Keine Quelle – die KI arbeitet aus der Startanweisung und ihrem eigenen Wissen. Für allgemeine Erklärungen geeignet.
- Getippter oder eingefügter Text – wenn die Lektion digital vorliegt, einfach einfügen.
- Ein Foto von Schulbuch oder Heft – die App erkennt den Text darin.
- Aufbereitetes Material aus der Lernmaterial-Bibliothek – die KI arbeitet dann aus dem aufbereiteten Inhalt und den für das Thema relevanten Teilen.
Startest du das Thema aus Lernmaterial, erreicht das Kind über die Schaltfläche Quelle auch die kurze Zusammenfassung, die ausführliche Zusammenfassung und das vollständige Material – und kann sich das erzeugte Audio sogar anhören.
Quellenmaterial oder Allgemeinwissen?
Gibst du Quellenmaterial an, hält sich die KI standardmäßig vor allem daran. Das ist der strengere, berechenbarere Modus: Die Antworten bleiben in dem, was die Lehrkraft vorgegeben hat.
Mit dem Schalter Allgemeinwissen erlauben darf die KI auch ihr eigenes Wissen einbeziehen. Das ergibt reichhaltigere, aber weniger verlässliche Antworten – sinnvoll, wenn das Kind Hintergrund sucht, und besser aus, wenn es sich auf eine Arbeit zu genau einem Text vorbereitet.
Verlässlichkeitsangabe
Beim Anlegen eines Themas kann auf der Elternseite eine Verlässlichkeitsangabe erscheinen: Verlässlich, Mittel oder Unsicher. Das heißt nicht, dass das hochgeladene Material schlecht ist – es zeigt, wie sicher das System auf dieser Grundlage helfen kann. „Unsicher“ bedeutet meist, dass das Material zu kurz, unvollständig oder schwer lesbar ist; dann lohnt es sich, es zu ergänzen oder neu zu fotografieren.
Im Chat des Kindes erscheint diese technische Angabe nicht.
Was kannst du als Elternteil steuern?
- Welche Themen existieren – nur du kannst neue anlegen.
- Den Zustand des Themas – aktiv lassen, schließen (dann kann das Kind darin nicht mehr fragen), archivieren oder löschen.
- Das gesamte Gespräch – jede Nachricht ist nachlesbar.
- Chat ein- und ausschalten, pro Kind, wenn du eine Weile pausieren willst.
- Den Verlauf löschen, wenn ihr neu anfangen wollt.
- Die Sprache der KI-Antworten, als Familieneinstellung auf der Seite Familie.
Sicherheit
Inhalte zum Kind und vom Kind durchlaufen mehrere voneinander unabhängige Ebenen:
- Themenbindung – Fragen außerhalb des Themas beantwortet die KI nicht.
- Filter für personenbezogene Daten – das System erkennt und blockiert personenbezogene Daten im Gespräch.
- Blockieren von Manipulationsversuchen – typische „vergiss deine Anweisungen“-Versuche werden gestoppt.
- Eingangs-Moderation – die Nachricht des Kindes wird geprüft, bevor sie die KI erreicht.
- Ausgangs-Moderation – auch die Antwort der KI wird geprüft, bevor sie erscheint.
- Bildprüfung – hochgeladene Fotos durchlaufen eine eigene Kontrolle.
Zusätzlich sagt die KI offen, wenn sie unsicher ist, statt selbstbewusst zu raten. Die letzte Kontrolle liegt aber immer bei dir: Du kannst die Gespräche jederzeit nachlesen.
Was kostet es?
Der KI-Hausaufgabenhelfer gehört zum Premium-Paket und verbraucht KI-Kredit: Ein Thema anzulegen kostet etwa 5 Kredite, jede Frage des Kindes etwa 2. Ist das Kontingent aufgebraucht, stoppen die KI-Funktionen – der Kern von DinkyTask (Pläne, Aufgaben, Punkte, Belohnungen) läuft davon unabhängig weiter.
Die genauen Preise und die Frage, von welchem Kontingent zuerst abgezogen wird, findest du auf der Seite KI und Kreditkontingent.
Praktische Tipps
- Die Startanweisung ist das wichtigste Feld. Schreib hinein, was die KI nicht tun soll – etwa „schreib es nicht für sie“, „nenn nicht das Endergebnis“. Das wirkt deutlich besser, als sich hinterher über die Antwort zu ärgern.
- Ein Thema = eine Aufgabe. „Mathe“ ist zu weit. „Brüche dividieren – klappt nicht“ bleibt fokussiert, und auch die Themenbindung schützt besser.
- Schließ das Thema, wenn es erledigt ist. So bleibt die Liste offener Themen kurz und es geht kein Kredit unnötig weg.
- Lies die ersten Gespräche mit. Daran siehst du, ob die Anweisung sitzt; danach ist es nur noch Feinschliff.